Permeatmanagement
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Allgemeines
Umkehrosmoseanlagen müssen so ausgewählt werden, daß auch die
Deckung von Bedarfsspitzen an entsalztem Wasser sichergestellt ist. Eine
Ausrichtung der Anlagengröße nach dem Spitzenbedarf würde aber in den
meisten Fällen zu einer erheblichen Überdimensionierung der Anlage
führen. Dies hat nicht nur höhere Investitionskosten, sondern auch
ungünstige Betriebsbedingungen für die Umkehrosmoseanlage zur Folge.
drucklose Zwischenspeicherung In den meisten Fällen wird das Permeat in drucklosen
Kunststoffbehältern zwischengespeichert. Zur Auswahl stehen hier
Behälter mit unterschiedlichem Nutzinhalt sowie sogenannte Batterietanks,
welche jeweils den gleichen Nutzinhalt besitzen. Batterietanks haben
insbesondere den Vorteil, daß sich das Speichervolumen durch den
Anschluss von zusätzlichen Behältern nahezu beliebig erweitern lässt.
Zudem zeichnen sich Batterietanks durch geringen Platzbedarf, geringes
Eigengewicht und gute Einbringbarkeit aus.
druckbehaftete Zwischenspeicherung Bei der druckbehafteten Zwischenspeicherung wird das Permeat direkt in ein korrosionsfestes Membranausdehnungsgefäß eingespeist. Die Einspeisung wird solange fortgesetzt, bis ein vorgegebener Enddruck erreicht ist. Nach Erreichen dieses Enddrucks wird die Umkehrosmoseanlage über einen Druckschalter abgeschaltet. |
Da der im Membranausdehnungsgefäß vorhandene
Druck auch während der Stillstandszeit der Umkehrosmoseanlage auf der
Permeatseite ansteht, und der Druck auf der Permeatseite nie um mehr als
0,3 bar über dem Druck auf der Konzentratseite liegen darf, muß die
Permeatseite der Anlage mit geeignetem Zubehör (Rückschlagventil und
Entlastungsventil; s. Zubehör) unbedingt vor einem zu hohen Gegendruck
geschützt werden.
Bei der druckbehafteten Zwischenspeicherung handelt es sich um ein geschlossenes System, wodurch die Verkeimungsgefahr des Permeats minimiert wird. Auch kann in Einzelfällen auf eine nachgeschaltete Druckerhöhungsstation verzichtet werden, wenn der Druck im Membranausdehnungsgefäß zur Versorgung der Verbraucher ausreichend ist. Da jedoch bei druckbehafteter Zwischenspeicherung aus Kostengründen nur geringere Volumina gespeichert werden können, muss die Leistung der Umkehrosmoseanlage i.d.R. größer als bei druckloser Speicherung gewählt werden. Auch wird die Leistung der Umkehrosmoseanlage durch den auf der Permeatseite anstehenden Gegendruck verringert. Da die treibende Druckdifferenz zwischen Pumpendruck und Permeat-Gegendruck mit zunehmendem Füllstand im Speicherbehälter geringer wird, sinkt außer der Permeatleistung auch die Salzrückhalterate. Dies führt zu einem leicht schwankenden Restsalzgehalt im Permeat. Desweiteren sollte bei der Wahl der Zwischenspeicherung berücksichtigt werden, dass bei druckbehafteter Zwischenspeicherung sofort dann neue Module eingebaut werden müssen, wenn die Leistung der alten Module den Spitzenbedarf nicht mehr deckt. Bei druckloser Zwischenspeicherung kann eine entsprechende Leistungsminderung über das Speichervolumen ausgeglichen werden.
Füllstandssteuerungen Bei druckloser Zwischenspeicherung wird die Füllstandssteuerung zum
automatischen Betrieb der Umkehrosmoseanlage mit Niveauschaltern (z.B.
Schwimmerschaltern u.ä.) realisiert.
Druckerhöhungsstationen Je nach Betriebsverhältnissen und nach Art der gewählten
Zwischenspeicherung ist der Einsatz einer Druckerhöhungsstation
erforderlich. |